Allergieprävention für Kinder

Besonders gefährdet sind Risikokinder – Kinder, in deren Familie bereits die Eltern oder Geschwister Allergiker sind. Diese benötigen besondere Präventivmassnahmen ...

Allergieprävention für Kinder bis ins Jugendalter

Besonders gefährdet sind Risikokinder – Kinder, in deren Familie bereits die Eltern oder Geschwister Allergiker sind. Diese benötigen besondere Präventivmassnahmen:

In der Schwangerschaftszeit gilt absolutes Rauchverbot, am besten auch danach.

Muttermilch ist am verträglichsten, die Stillzeit sollte etwa ein halbes Jahr betragen.
Eine so genannte Beikost sollte nicht vor dem 6. Monat verabreicht werden. Allergene Lebensmittel wie Milch von Kühen, Eier, Fisch, Soja und Nüsse sollten nicht vor dem ersten vollendeten Lebensjahr gegeben werden.

Spezielle Diäten müssen nicht unbedingt eingehalten werden. Liegt jedoch ein Nachweis für eine Nahrungsmittelallergie vor, ist es ratsam, eine Beratungsstelle für Ernährungsfragen (Ernährungsberater) aufzusuchen. Dort wird für das Kind, unter Umständen auch für die stillende Mutter, eine Auslassdiät zusammengestellt. Die Erfolge und Auswirkungen sollten in regelmässigen Abständen von einem Arzt kontrolliert werden.

Haustiere wie Hunde, Katzen und Vögel sollten besser nicht gehalten werden. Bei bereits vorhanden Tieren sollte das Kind vorsichtshalber auf eine evtl. vorliegende Tierhaarallergie getestet werden. Schlafräume sind für Haustiere tabu.

Der Schlafbereich sollte aufgrund der Milben so gut wie möglich staubfrei gehalten werden. Die Matratzen sollten mit speziellen Bezügen (im Fachhandel erhältlich) eingehüllt werden.

Für Kinder und Jugendliche, die Sensibilisierungen aufweisen oder bereits unter Allergien leiden, gelten die gleichen Massnahmen wie oben. So können weitere Sensibilisierungen eingeschränkt und neue Allergien verhindert werden.

Im späteren Lebensalter gilt es, keine Berufsbilder mit Allergierisiko zu wählen.?

Ab dem fünften Lebensjahr kann bei Kindern eine Immuntherapie durchgeführt werden. Eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) zeigt bei einer Pollenallergie und bei verschiedenen Formen von Asthma bronchiale gute Erfolge. Ebenso wirkt die Hyposensibilisierung auch präventiv bei Allergikern, verschiedene Untersuchungen belegen dies. Auch mit dieser Therapie können weitere Sensibilisierungen eingeschränkt und neue Allergien verhindert werden.

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