Chiropraktik für Babys und Kleinkinder

Man kann sich kaum vorstellen, dass bereits im Babyalter Funktionsstörungen des Bewegungsapparates auftreten können. Die Behandlungsweisen gehen unter anderem in die Bereiche von Physiotherapie, Heilgymnastik und/oder Chiropraktik.

Man kann sich kaum vorstellen, dass bereits im Babyalter Funktionsstörungen des Bewegungsapparates auftreten können. Alles ist noch neu und beweglich am Kind – weit entfernt von Abnutzungs- und Alterserscheinungen.

Da ist es umso wichtiger, bereits das Kleinkind genau zu beobachten. Schreibabys, die aus unerklärlichen Gründen sehr häufig weinen und schreien, weisen mit ihrem Verhalten oft auf Schädigungen der Wirbelsäule hin. Nicht ignorieren sollten Eltern auch eine ungleiche Formgebung des Kopfes, heftige Bauchschmerzen und später eine unnatürlich wirkende Körperhaltung beim Liegen und Sitzen sowie in der Fortbewegung.

Bettnässen, unruhiger Schlaf und Ohrenentzündungen sind weitere Symptome für eine eventuell vorliegende Schädigung des Bewegungsapparates. Diese Schädigung wirkt sich auf das vegetative Nervensystem und damit auf verschiedene Organe aus.

Nur ein Facharzt kann eine exakte Diagnose stellen und beurteilen, ob Organe direkt betroffen sind oder ob Fehlfunktionen im Bewegungsapparat die Symptome auslösen.

Eine ganz entscheidende Zeit für rechtzeitige Therapie ist die Pubertät, in vielen Fällen schreitet in dieser Phase eine Funktionsstörung der Wirbelsäule voran und ist unbehandelt nur noch schwer heilbar. Krankheitsbilder wie Skoliose und Morbus Scheuermann (gebeugte Körperhaltung/Buckel) sind nur zwei Formen von zahlreichen Fehlbildungen.

Manche Arten sind bei frühzeitiger Diagnose gut in den Griff zu bekommen, manche Arten sind allerdings nicht heilbar. Eltern sind also gut beraten, ihrem Kind sehr früh eine Untersuchung zukommen zu lassen, schwerwiegende Schädigungen können im späteren Alter nur durch Operation oder orthopädische Hilfsmittel gelindert werden. Die oben genannten Anzeichen sprechen jedes für sich für eine dringende Abklärung durch einen Spezialisten.

Ist eine Behandlung angezeigt, bestimmt der erfahrene Facharzt diejenige Therapie, die den optimalen Effekt, die wenigsten Nebenwirkungen und möglichst geringe Begleiterscheinungen haben wird. Dabei wird auch darauf geachtet, dass die Behandlung individuell auf das Alter des Kindes und seine Entwicklungsstufe abgestimmt ist.

Die Behandlungsweisen gehen unter anderem in die Bereiche von Physiotherapie, Heilgymnastik und/oder Chiropraktik. Generell ist die Interaktion aller beteiligten Ärzte von grossem Vorteil. Das bedeutet, dass sich Kinderarzt, Facharzt, Physiotherapeut und Chiropraktor miteinander vernetzen und austauschen. So wird ein möglichst optimales Behandlungsergebnis möglich.

Die Behandlung beim Chiropraktor erfolgt auf schonende Weise mit oder ohne kontrollierte Druckimpulse. Die Impulse korrigieren Fehlstellungen an der Wirbelsäule. Auch die angrenzenden Muskelbereiche, Sehnen und Bänder werden behandelt, da die Funktionsweisen miteinander verbunden und aufeinander abgestimmt sind. Hierfür eignen sich Behandlungsformen wie manuelles Dehnen und Reflextherapien.

Anzeichen für Funktionsstörungen am Bewegungsapparat Ihres Kindes

Ab der Geburt und im Kleinkindalter:
  • Häufiges Weinen und Schreien ohne erkennbare Ursache (so genannte Schreibabys)
  • Unnatürliche Haltung beim Liegen und Sitzen sowie in den Bewegungen
  • Ungleiche Formung des Kopfes
  • Häufige Infektionen und Entzündungen (grippale Infekte, Ohrenentzündungen)
  • Bettnässen

1 Artikel zum Thema

Chiropraktik - zahlt die  Krankenkasse?

Chiropraktik - zahlt die Krankenkasse?

Die Krankenkassen übernehmen im Allgemeinen die Kosten für den Chiropraktor. Eine vorherige Überweisung vom Hausarzt des Patienten ist nicht notwendig.

ARTIKEL LESEN

Verwandte Branchen

Verwandte Behandlungen