Gebärmutterhalskrebs - Vorsorgeuntersuchung

Bei der Früherkennungsuntersuchung wird während der gynäkologischen Untersuchung der in die Scheide ragende Teil des Gebärmutterhalses zunächst inspiziert.

Die Früherkennung

Der Zervixabstrich (Pap-Test) ist in der Schweiz seit den 70er Jahren etabliert und die am weitesten verbreitete Methode zur Früherkennung. Er wird in der Schweiz bei unauffälligem Befund alle 3 Jahre empfohlen (und von den Krankenkassen vergütet). Je nach Befund und Ermessen des behandelnden Arztes können weitere Untersuchungen angeschlossen werden. Auch nach einer HPV-Impfung sollte der Pap-Test weiter durchgeführt werden, da mit der Impfung nicht alle krebsauslösenden HPV-Typen abgedeckt sind.

Welchen Nutzen hat die Früherkennungsuntersuchung?

Seitdem eine Krebsfrüherkennungsuntersuchung von den Frauenärzten durchgeführt und von den Krankenkassen finanziert wird, kam es zu einem Rückgang der Todesfälle infolge von Gebärmutterhalskrebs um bis zu 70%. Die Häufigkeit von fortgeschrittenen, gefährlichen Krebsstadien hat sich zugunsten von Vorstufen und heilbaren Frühstadien verschoben.

Leider nehmen immer noch viel zu wenige Frauen dieses Angebot in Anspruch: Die Teilnahmerate liegt bei den 25- bis 40-jährigen Frauen bei maximal 60%. Der Anteil älterer Frauen ist mit unter 20% noch deutlich niedriger, obwohl gerade sie sehr gefährdet sind. Je höher der Anteil untersuchter Frauen und je effektiver die Früherkennungsuntersuchung ist, umso geringer ist die Häufigkeit des Karzinoms. Daher sollten viel mehr Frauen das Angebot zur Früherkennungsuntersuchung nutzen. Denn immer noch sterben leider zu viele Frauen wegen eines zu spät erkannten Zervixkarzinoms. Nutzen auch Sie diese Chance, denn damit können Sie aktiv zur Aufrechterhaltung ihrer Gesundheit beitragen.

Die Untersuchung

Bei der Früherkennungsuntersuchung wird während der gynäkologischen Untersuchung der in die Scheide ragende Teil des Gebärmutterhalses zunächst inspiziert. Anschließend wird mit einem Wattetupfer oder einem anderen Instrument ein Zellabstrich vom Gebärmutterhals entnommen. Die Zellen werden dabei oberflächlich abgetragen und bleiben am Entnahmeinstrument hängen. Die entnommenen Zellen werden auf einen Objektträger aufgebracht, im Labor präpariert und gefärbt und anschließend unter dem Mikroskop begutachtet. Diese Abstrichtechnik und die Spezialfärbung sind nach ihrem Erfinder, dem griechischen Arzt Dr. Papanicolaou (kurz: Pap) benannt. Bei der mikroskopischen Untersuchung (zytologische Untersuchung) ist es möglich, Zellveränderungen zu erkennen, die auf eine Entzündung oder Entartung hinweisen.

Auch die Einteilung und Bewertung des Ergebnisses dieser zytologischen Untersuchung erfolgt nach einem Schema von PapI (normaler Befund) bis PapV (eindeutig bösartige Zellen). Somit lassen sich durch die Früherkennungsuntersuchung Hinweise auf bösartige Veränderungen bereits sehr früh, d.h. schon im Krebsvorstadium erkennen.

Weiteren Aufschluss über die Diagnose und das Stadium der Erkrankung können die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) oder eine Untersuchung des in die Scheide hineinragenden Teils des Gebärmutterhalses durch eine so genannte Kolposkopie (Spiegelung mit einer Lichtquelle und Lupe) geben. Wird ein ganzes Gewebestück unter dem Mikroskop untersucht, spricht man von histologischer Untersuchung.

Wie zuverlässig ist der Pap-Test?

Seit der Pap-Test vor ca. 50 Jahren entwikkelt wurde, hat sich die Technik nicht wesentlich geändert. Unter optimalen Bedingungen bietet dieser Test eine relativ hohe Sicherheit mit einer Erfolgsquote von 50% bis 80%. Nach wie vor hat er daher einen hohen Stellenwert. In der praktischen Routine ergeben sich allerdings auch einige Probleme und Fehlermöglichkeiten, die seine Zuverlässigkeit einschränken. Von besonderer Bedeutung sind dabei Befunde, bei denen keine klare Aussage getroffen werden kann, da darunter ein hoher Anteil von Krebsvorstufen fällt.

Je weiter fortgeschritten und eindeutiger eine bösartige Veränderung ist, umso zuverlässiger ist die Methode. Das bedeutet umgekehrt, dass die Ergebnisse bei Frühstadien weniger zuverlässig und eindeutig im Hinblick auf einen verdächtigen Befund sind (d.h. dass z.B. ein Befund als unauffällig ausgegeben wird, in Wirklichkeit aber verdächtig oder bösartig ist).

Falsche oder nicht eindeutige Ergebnisse können sowohl auf Fehler bei der Entnahme des Abstrichmaterials als auch bei der Präparation und Untersuchung im Labor zurückzuführen sein. Nicht selten kommt es auch vor, dass das entnommene Zellmaterial nicht repräsentativ ist, d.h. es liegen nicht genügend oder nur bestimmte Arten von Zellen vor, die keine eindeutige Aussage erlauben. In diesen Fällen sind Kontrollen erforderlich.

Zu einer fehlerhaften Beurteilung kann es auch kommen, wenn die Zellen durch Blut, Schleim und Entzündungszellen „verunreinigt“ sind oder auf dem Objektträger in mehreren Schichten übereinander gelagert sind, so dass sich zu viele Zellen an einer Stelle befinden.

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