Insektenallergie

Die Insektengiftallergie gehört zu den drei häufigsten Ursachen einer oft lebensgefährlichen allergischen Allgemeinreaktion. Die schweren Reaktionen auf das Insektengift von Bienen, Wespen, Hornissen und Hummeln

Ursache und Auswirkungen

Eine Allergie auf Insektenstiche ist nicht genetisch bedingt. Die Insektengiftallergie wird in zwei Reaktionstypen unterteilt:

  • Schwere Lokalreaktion:
    Handflächengrosse, schmerzhafte Schwellungen am Einstichpunkt, die mehr als 24 Stunden andauern können. Häufig sind komplette Extremitäten betroffen, ähnlich dem Bild einer Blutvergiftung, oftmals in Begleitung von überhöhter Körpertemperatur.
  • Allergische Allgemeinreaktion (Anaphylaxie):
    Symptome sind beispielsweise Schwellungen im Gesicht, gerötete Haut, Juckreiz, Magen- und/oder Darmverstimmungen, Nesselfieber, asthmatische Anfälle, Kreislaufbeschwerden bis zur Bewusstlosigkeit. Sie zeigen sich meist kurz nach dem Stich, manchmal erstreckt sich die Reaktionszeit auf über eine Stunde.

Die Insektengiftallergie gehört zu den drei häufigsten Ursachen einer oft lebensgefährlichen allergischen Allgemeinreaktion. Die schweren Reaktionen auf das Insektengift von Bienen, Wespen, Hornissen und Hummeln führt in der Schweiz jährlich zu etwa 3 bis 4 Todesfällen. Je nach Populationsstärke der Insekten kann die Rate sogar ansteigen.





Diagnose und Behandlung

Wichtig für die Diagnose ist die Erforschung der Vorgeschichte (Anamnese) des Betroffenen. Stark verdünntes Insektengift wird für Hauttests verwendet, des weiteren werden der Gehalt an Immunglobulin E-Antikörpern (IgE-Antikörper) im Blut bestimmt. Bei Patienten, die "nur" die heftigen Lokalreaktionen zeigen, reicht im Fall eines erneuten Stiches die Einnahme von Tabletten aus. Diese muss er stets bei sich tragen.

Jeder Patient, der auf Insektengift eine allergische Allgemeinreaktion zeigt, erhält ein Notfallset mit Antihistaminikum-Tabletten, einem kortisonhaltigen Medikament und eine Adrenalinspritze. Im Falle eines Insektenstiches sind alle Tabletten sofort einzunehmen, die allergische Reaktion sollte noch nicht eingetreten sein. Falls die Symptome jedoch bereits bemerkbar sind, muss sich der Patient umgehend die Adrenalinspritze selbst spritzen oder spritzen lassen. Hilfreich sind im Notfall auch das Kühlen und Hochlagern der betroffenen Körperteile.


Die Immuntherapie (Desensibilisierung)

Bereits bei Kleinkindern kann eine Therapie durch Desensibilisierung sehr guten Erfolg zeigen. Patienten, die an den oben aufgeführten allergischen Allgemeinreaktionen leiden, wird echtes Insektengift von Bienen oder Wespen in Form einer wöchentlichen Spritzentherapie verwendet. Die Dosis des Insektengiftes wird dabei über mehrere Monate Woche für Woche erhöht, um einen guten Impfschutz zu erwirken. Möglich ist auch eine Gabe von mehreren Spritzen innerhalb ein paar Stunden – diese schnellere Form der Desensibilisierung muss jedoch auf einer Intensivstation erfolgen. Insgesamt dauert die Immuntherapie mehrere Jahre und wird nach den ersten Monaten nur noch alle 4 bis 6 Wochen durchgeführt.Grösste Wirksamkeit zeigt die Immuntherapie mit Wespengift , aber auch Bienengift weist hervorragende Erfolge auf.


Vorbeugung

Vermeiden heisst auch hier das Lösungswort. Unterlassen Sie unkontrollierte Abwehrbewegungen bei heranfliegenden Insekten. Verhalten Sie sich ruhig und/oder entfernen Sie sich ohne Hektik. Schützen Sie bei einer Attacke vor allem Ihren Kopf mit den Händen. Angriffslustig werden die Insekten auch durch Parfum und alle duftintensiven Körperpflegeprodukte (Haarspray, Sonnenschutzmittel, Körpercreme, Shampoo). Bleiben Sie fern von allem, was gerade blüht, laufen Sie keinesfalls barfuss über Wiesen. Tragen Sie beim Arbeiten im Freien Hut, Handschuhe, lange Hosen und Oberteile mit langen Ärmeln. Auch Schweiss wirkt anziehend auf Insekten: eine Dusche nach anstrengender Arbeit oder Sport hilft.

Insektensprays sind eher wirkungslos und können die Plagegeister noch angriffslustiger machen!

Locken Sie Ihre Feinde nicht an, indem Sie ihnen Süßes oder Fleisch anbieten. Vor allem draussen sollten Sie Lebensmittel, süsse Getränke und Bier immer gut abdecken oder gar nicht erst servieren. Von August bis Oktober sollten Sie vom Essen im Freien absehen. Zweiradfahrer tragen Handschuhe und achten auf geschlossene Kleidung und Helm.

Wespen- oder Bienennester müssen von der Feuerwehr entfernt werden – nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch wegen des Artenschutzes.

10 Citymed Premium-Partner in der Schweiz:

Hautzentrum Zürich Kägi Martin
Hautzentrum Zürich Kägi Martin

   Schaffhauserstrasse 355
      8050 Zürich

  044 318 88 99

Das Hautzentrum Zürich ist ein renommiertes Fachärzte- und Kompetenzzentrum rund um die Haut. Bei einer Allergie handelt es sich um eine überempfindliche Abwehrreaktion des Immunsystems. Unsere Ärzte bieten neueste Desensibilisierungstherapien an (Tropfen bzw. Tabletten statt Spritzen) und behandeln: Pollenallergie (Heuschnupfen) Allergisches Asthma, Nahrungsmittelallergie, Nahrungsmittelintoleranz, Hausstaubmilbenallergie, Tierallergie, Nesselfieber, Insektengiftallergie, Latexallergie.

Causa Dermis AG
Causa Dermis AG

   Hottingerstrasse 2
      8032 Zürich

  044 256 19 50

causa dermis ist ein Kompetenzzentrum für Dermatologie, Allergologie, ästhetische Medizin und Lasertherapie mit einem ausgewiesenen und kompetenten Team von Fachleuten. Unser Thema ist die Haut, grösstes Organ des Menschen. Als Schnittstelle zwischen Innen und Aussen, als Bühne für sichtbare und unsichtbare Probleme ist sie für uns Herausforderung und Faszination. Sie haben ein kosmetisches Hautproblem? Mit unserem umfassenden Know-how über mögliche Behandlungsmethoden können wir Sie kompetent beraten und Ihnen Lösungswege aufzeigen.

Fürst, Joo Ok
Fürst, Joo Ok

   Thurgauerstrasse 30
      8050 Zürich

  058 387 77 88

Wir bieten das gesamte Spektrum der Dermatologie: Allergietest, Nesselsucht, Heuschnupfen, Akne, Warzen, Nagelkrankheiten, Hauttumor, Furunkel, Zeckenstich, Haarkrankheiten, Wundebehandlung, Muttermalkontrolle, Hautkontrolle, Hautkrankheiten (Ekzeme, trockene Haut, Neurodermitis, Schuppenpflechte), Hautchirurgie

Sommerhalder Albert
Sommerhalder Albert

   Waldstätterstrasse 17
      6003 Luzern

  041 210 44 61

Spezialarzt FMH Ohren- Nasen- Halskrankheiten Hals- und Gesichtschirugie / spez. Phoniatrie (Stimm- Sprach- und Sprechstörungen).

Tschopp Philipp Socin22 AG
Tschopp Philipp Socin22 AG

   Socinstrasse 22
      4051 Basel

  061 277 27 27

Ambulanz für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Dres. Palm, Roser u. Kollegen
Ambulanz für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Dres. Palm, Roser u. Kollegen

   Mainaustrasse 37
      78464 Konstanz

  0049 7531 515 33

Bekou Vassiliki
Bekou Vassiliki

   Brückenstrasse 11
      8280 Kreuzlingen

  071 424 04 44

Berit Klinik
Berit Klinik

   Steinweg 1
      9053 Teufen AR

  071 335 06 06

Neben der Internen Medizin und der Chirurgie ist die Dermatologie eine der ältesten Fachgebiete der Medizin. Zur Behandlung von Hautveränderungen wenden wir in der Berit Klinik verschiedene bewährte Methoden wie die Photochemotherapie, Kryotherapie, Kürettage, topische 5-FU-Behandlung, Dermabrasion, Chemisches Peeling und die Exzision an.

Universitätsspital Basel Dermatologie
Universitätsspital Basel Dermatologie

   Spitalstrasse 21
      4031 Basel

  061 265 25 25

Dermatologie - 20 % der Bevölkerung leidet an einer behandlungsbedürftigen Hautkrankheit. Die Dermatologische Klinik des Universitätsspitals Basel engagiert sich für eine ganzheitliche und umfassende Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Hautkrankheiten.

Höping Doris Praxis Archhöfe GmbH
Höping Doris Praxis Archhöfe GmbH

   Lagerhausstrasse 10
      8400 Winterthur

  052 511 52 52

Verwandte Branchen

Verwandte Diagnostiken

Verwandte Symptome